der Anwalt Liegenschafts und Immobilrecht

Bisher war beim Schenken und Vererben von Immobilien in der Familie zur Berechnung der Abgaben der Einheitswert (dreifache Höhe) die Bemessungsgrundlage. Seit 1. Jänner 2016 wird der Verkehrswert für die Bemessung von Steuern und Gebühren herangezogen und der Steuersatz für alle unentgeltlichen Erwerbe gestaffelt: Bis 250.000 Euro sind 0,5 % zu versteuern, für den Wert von weiteren 150.000 Euro 2 % und für den Wert über 400.000 Euro 3,5 %. Dazu kommt noch die Eintragungsgebühr für das Grundbuch von 1,1 %.
Wenn die Vermögensweitergabe nur aus steuerlichen Gründen erfolgt und nicht mit der eigenen Lebensplanung konform geht, ist von einer Übergabe abzuraten. Um die beste Lösung für alle Angehörigen zu finden, ist es notwendig, die Beratung bei einem Rechtsexperten zu suchen. Damit hat man eine gute Entscheidungsbasis für das weitere Vorgehen.

Wenn Haus bzw. Wohnung z.B. an die Nachkommen (Kind, etc.) geschenkt werden soll und der Geschenkgeber darin wohnen bleiben will, ist es ratsam, sich bei der Schenkung ein Wohnrecht vorbehalten. Außerdem sollte ein Belastungs- und Veräußerungsverbot urkundlich festgelegt werden. All das kann ins Grundbuch eingetragen werden, womit der Schenkende rechtlich abgesichert und vorgesorgt hat, dass er z.B. auch im Fall des Todes des Beschenkten weiter im Haus wohnen kann und das Haus auch nicht gegen seinen Willen weiterverkauft oder mit Hypotheken belastet wird.

Zu Bedenken ist auch: Bei Immobilien fällt immer auch die Grunderwerbsteuer an. Außerdem können weitere Erben nach dem Tod des Schenkers unter Umständen die Auszahlung eines Schenkungspflichtteils verlangen. Bei Immobilien zählt, ausgehend vom Zustand der Schenkung, der Verkehrswert zum Todeszeitpunkt.

 

Wohnungseigentumsrecht Liegenschaftsrecht:
„Das Wohnungseigentumsrecht verpflichtet die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer einen gemeinsame Verwalter zu bestellen. Dieser hat die Aufgabe und Pflicht, die Liegenschaft bestmöglich zu verwalten und zu bewirtschaften. Darunter fällt auch,die Abrechnung für die abgelaufene Zeit zu machen und die Jahresvorschau zu erstellen sowie allen Wohnungseigentümern – nach Anteilen – die Akonti vorzuschreiben und einzukassieren.

Er ist – bei sonstigem Schadensersatz an die Gemeinschaft – auch verpflichtet, säumige Miteigentümer fristgerecht zu mahnen bzw. klagen zu lassen. Das betrifft auch etwa einen oder mehrere Mehrheitseigentümer oder wenn mehrere Miteigentümer, die zusammen die Mehrheit hätten, mit den Zahlungen säumig sind.
Der Versuch, mittels Mehrheitsbeschluss die Eigentümergemeinschaft zu zwingen, die Klage zurückzuziehen oder dem Verwalter den Auftrag zu erteilen, nicht mehr zu klagen oder die Verfahren nicht zu führen, ist dann zum Scheitern verurteilt, wenn die Miteigentümer selbst betroffen sind. Sie sind in eigenen Angelegenheiten oder der der nahen Angehörigen oder bei wirtschaftliche Nähe  vom Stimmrecht ausgeschlossen.“